Der Name Pfäläller ist auf den Ausspruch einer Langenargener Fischerfamilie zurück zuführen: bei Föhnwetter am Bodensee hieß es "d' Pfä lället user", d.h. "der Föhn bläst uns entgegen".

Die geschnitzte Holzmaske zeigt ein pausbäckiges Gesicht mit schräg nach oben gerichteten Augenbrauen und einem zum Blasen zugespitzten Mund. Der "Pfä" ruft oft eine unbeschreibliche Färbung am Himmel hervor. Diese finden wir auf der Maske und in den Farben der "Fleckle" wieder. Jede Bewegung der Fleckle gleicht einer vom Föhn geblasenen Welle. Der blaue Grundton des Häses (Kostüm) symbolisiert den See.

Am 26.02.1963 war das Jahr der letzten totalen "Seefrörne". Dieses Naturschauspiel nutzten am Morgen des Fasnachtsdienstages Rudi Bentele, Manfred Berger, Ludwig Eble, Franz Glatthar, Wolfgang Helms sowie Martin und Willi Herb zu einer Fahrradtour über den zugefrorenen See nach Arbon. Der Chronist des Monfort-Boten berichtete am 2. März wie folgt über diesen Ausflug:

"In ihrem Fasnachtshäs erregten sie naturgemäß ein lebhaftes Aufsehen. Der Bürgermeister von Arbon stellte ihnen eine besondere Urkunde aus und lud die Pfäläller zu einem besonderen Umtrunk in eine Gaststätte ein" 

Dieser Besuch war der Beginn einer heute noch bestehenden Zunftfreundschaft. Die Strecke über den See wird seitdem aber mit dem Schiff zurückgelegt.

Eine kleine Revolution erlebten die Pfäläller im Jahr 1968. Bis dahin war es der inzwischen auf 15 Mann angewachsenen Truppe gelungen, alle Versuche der Frauen, die entstandene "Männerwirtschaft" zu erobern, abzuwehren. Wahrscheinlich hatten einige Pfäläller auf einem der damals noch recht zahlreichen Hausbälle der Langenargener Gastronomen zu tief ins Glas geschaut. Jedenfalls führte eine Wette dazu, dass einen Tag später Isolde albrecht, die Bedienung des Lokals, die erste Frau überhaupt im Pfälällerhäs an einem Umzug teilnehmen dürfe. Damit war der Bann gebrochen und im Herbst desselben Jahres wurden Annemarie Heilig (geb. Esslinger), Irmgard Geilenkirchen (geb. Kögel) und Hannelore Timmermann offiziell aufgenommen.

1972 fand dann, vor allem auf Betreiben der weiblichen Mitglieder, der erste Pfälällerball im Hotel "Schwedi" statt. seit damals erfreut sich dieser großer Beliebtheit und gehört heute zum Inventar des Langenargener Fasnachtstreibens. Die älteren Pfäläller und auch andere Zunftmitglieder aus Langenargen und Umgebung erinnern sich noch gerne an die - trotz oder gerade wegen der Enge - "tollen" Abende (und Nächte!) in der "Keglerklause".

Doch zurück zum Jahr 1977 und dem ersten "großen" Geburtstagsfest der Pfäläller. In diesem Jahr gab es den ersten Bühnenauftritt einer Pfälällertanzgruppe, die unter der "Anleitung" von Frau Weger einen Bendertanz zeigte. Anläßlich dieses Festes rollte auch der "VW Konfetti-Käfer" durch Langenargen. Es war nicht der erste Umzugswagen der Pfäläller aber mit Sicherheit der schönste!

1982 wurde schon wieder gefeiert und die Pfäläller zeigten erstmals ihre Pyramide. Dieser farbenfrohe Turm löst überall Begeisterung aus und ist für die Akteure keine leichte Übung. Während der untere Kreis Schwerstarbeit leisten muss, verlangt dieses Kunstwerk von den oberen Reihen einen akrobatischen Balance-Akt.

Im selben Jahr, nämlich am 1. Mai 1982 wurde zum ersten Mal ein Spiel des Pfäläller-Narrenfußball-Tuniers angepfiffen. Seit nun 25 Jahren ist dieses Turnier fester Bestandteil im Terminkalender der Pfäläller und vieler Narrenzünfter aus der näheren Umgebung. Auch dieses Turnier hat mit dem Wandel der Zeit sein Erscheinungsbild geändert. Mal mehr, mal weniger vom Wetter begünstigt, trägt es jedes Jahr dazu bei, dass sich Narren außerhalb der Fasnet begegnen, Freundschaften geschlossen werden und schon manche "Fehde" auf dem grünen Rasen, spätestens aber bei einem Glas Bier beigelegt wurde.

Natürlich wurde auch das dreißigjährige Bestehen gebührend gefeiert und aus diesem Anlaß verlegten die Pfäläller 1987 ihren Ball zum ersten in die Festhalle, dass Einladungen der Pfäläller gerne angenommen werden und so war dann auch ein volles Haus der Lohn für alle Mühen. An diesem Abend wurde der Symboltanz bedacht. Ausflüge, sei es nur für einen Tag oder für ein langes Wochenende, mit dem Fahrrad, dem Bus oder der Bahn, bilden immer wieder einen Höhepunkt im außerfasnachtlichen Leben  der Pfäläller. Bodenmais, Garmisch, die Floßfahrt auf der Isar oder River-Rafting in Tirol bleiben den Teilnehmern fest im Gedächnis. Dies gilt ganz bestimmt auch für die Reise nach Wesel im November 1991.


Die Tanzgruppe

Der erste Erfolgreiche Tanz kam mit dem "Ufo-Tanz" dann im Jahre 1978, einstudiert von Rita Schwarz. Ihr verdanken die Pfäläller auch , das sie eine feste Größe innerhalb der Zunft wurde. Im Jahre 1983 beendete Rita Schwarz zunächst ihre Tätigkeit als Choreographin. Im selben Jahr studierte Monika Grandl eine Tanzparodie für den Pfälällerball ein, für dessen Auftritt ernteten die Mitwirkenden sehr viel Applaus und somit wurde das Zepter für die "großen" Tänze an Monika Grandl übertragen. Ihr Meisterstück aber ist unbestritten der Symboltanz aus dem Jahre 1987. Zusammen mit Anita Fuchsschwanz rief sie das Zunftballet ins Leben. Die Herren des Männerballetts tanzen seit 1993 nach der Pfeife von Rita Schwarz. Monika Grandl gab die Leitung der "großen" Tänze 1999 an Dagmar Bücheler ab.
  Home      Aktuelles      Berichte      Chronik       Vorstand     Anzeigen      Intern       Impressum
Alte Fotos findest Du hier
.
Facebook Zunft    Facebook Pfäläller    Foto + Video Galerie          Impressum
Pfäläller Langenargen
Pfäläller  |  Dagmar Bücheler   |  Oberdorfer Str. 31  |  88085 Langenargen  |  Tel. 0177-5521562  |  gruppenmeister -ät- pfaelaeller.de
(c) 2010 bis heute  - www.pfaelaeller.de - Alle Rechte vorbehalten - webmaster
-ät- dammglonker.de