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Der Schussengeist

Die Schussengeister Langenargen sind eine der Gründungsgruppen der Narrenzunft "d' Dammglonker" Langenargen. Die Sage vom Schussengeist wurde von Fischermeister Sepp Schäffler Senior, die er von seinem Großvater hörte, erzählt: "Vor Langer Zeit, als die Not im Bereich der Schussenmündung sehr groß war, hat der Schussengeist in hellen Mondnächten seinen Schlupfwinkel verlassen, um notleidenden Menschen zu helfen". Diejenigen, die sehr an die Sagen des Schussengeists glaubten, waren die Bodenseefischer, die gute Fangergebnisse seiner Hilfe zusprachen.

Die ersten Hästräger waren Hermann Morandel, Eugen Fuchs, Fritz Ege, Engelbert Rist, Fritz Wund und Franz Wund. Beim Umzug am 12. Februar 1956 traten die Schussengeister mit einem Wagen zum ersten Mal in der Öffentlichkeit auf. Nach der Fasnet machte man sich daran, die Gestaltung des "Häses", die Symbolik und die Maske zu entwerfen. Die Gründungsmitglieder Eugen Fuchs und Hermann Morandel setzten sich mit Zunftmeister Julius Birkhofer, Paul Doster, Josef Schäfler und Schneidermeister Dukek zusammen, um noch einmal die erste Häsidee zu überarbeiten. So wurden die Schussengeister in ihrem heutigen Aussehen mit Häs und Holzmaske zum Leben erweckt. Die ersten Holzmasken kamen von einem Holzschnitzer aus Kressbronn.


Maske und Häs

Die Holzmaske verkörpert zugleich Fisch, Frosch und Mensch, d.h. es kommen verschiedene Züge von Lebewesen zum Ausdruck. Sein Reich ist die Schussenmündung, und so gibt auch die Grundfarbe der Maske verschiedene Färbungen der Moor- und Riedlandschaft der Schussen wieder. Die Ähnlichkeit mit einem Fisch (Weller) zeigt, dass er zu reichem Fischfang verhelfen soll. Die Augen eines Frosches lassen erkennen, dass er vor Feinden und Übelsachern warnen will, denn der Frosch gilt in der Natur als Warner und Mahner. Die Hörner (Fühler) verkörpern sein Dasein als Geist und weisen auf seine Feinfühligkeit hin. Die teilweise Menschlichen Züge (z.B. Zahn) trägt er, weil er gerne die Nähe des Menschen sucht. Die grüne Grundfarbe des Häses wird an den Armen und an den Beinen durch gelbe Flecken, die an einen Lurch erinnern, unterbrochen und das gesamte Oberteil ist durch graue Filzschuppen, abgeleitet vom Fisch bedeckt.

Seit 1996 ( 40. Jubiläum der Schussengeister) gibt es die Geisternacht, bei der viele andere Geistergruppen aus der ganzen Region anwesend sind.  Diese wird jährlich von einer anderen Geistergruppe ausgerichtet.  
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Fotos von 1956 bis 1984 gibt es hier in der Fotogalerie
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