Schussengeister Langenargen
Herzlich Willkommen bei den Schussengeistern!
Schön, dass du den Weg zu uns gefunden hast! Wir laden dich herzlich ein, dich auf unserer Seite umzusehen, mehr über uns zu erfahren und Teil unserer lebendigen Gemeinschaft zu werden. Viel Spaß beim Erkunden!
Sowieso – Allweilno
GEISTERNACHT 2026
zu unserem 40. jährigem Jubiläum 1996 wurde die Geisternacht ins Leben gerufen. Zu unserm 70. jährigen Jubiläum 2026 holen wir sie wieder nach Langenargen.
Die Geschichte des Schussengeists
Die Schussengeister Langenargen sind eine der Gründungsgruppen der Narrenzunft “d’ Dammglonker” Langenargen. Die Sage vom Schussengeist wurde von Fischermeister Sepp Schäffler Senior, die er von seinem Großvater hörte, erzählt:
“Vor Langer Zeit, als die Not im Bereich der Schussenmündung sehr groß war, hat der Schussengeist in hellen Mondnächten seinen Schlupfwinkel verlassen, um notleidenden Menschen zu helfen”. Diejenigen, die sehr an die Sagen des Schussengeists glaubten, waren die Bodenseefischer, die gute Fangergebnisse seiner Hilfe zusprachen.
Die ersten Hästräger waren Hermann Morandell, Eugen Fuchs, Fritz Ege, Engelbert Rist, Fritz Wund und Franz Wund. Beim Umzug am 12. Februar 1956 traten die Schussengeister mit einem Wagen zum ersten Mal in der Öffentlichkeit auf. Nach der Fasnet machte man sich daran, die Gestaltung des “Häses”, die Symbolik und die Maske zu entwerfen. Die Gründungsmitglieder Eugen Fuchs und Hermann Morandel setzten sich mit Zunftmeister Julius Birkhofer, Paul Doster, Josef Schäfler und Schneidermeister Dukek zusammen, um noch einmal die erste Häsidee zu überarbeiten. So wurden die Schussengeister in ihrem heutigen Aussehen mit Häs und Holzmaske zum Leben erweckt. Die ersten Holzmasken kamen von einem Holzschnitzer aus Kressbronn.
MASKE UND HÄS
Die Holzmaske verkörpert zugleich Fisch, Frosch und Mensch, d.h. es kommen verschiedene Züge von Lebewesen zum Ausdruck. Sein Reich ist die Schussenmündung, und so gibt auch die Grundfarbe der Maske verschiedene Färbungen der Moor- und Riedlandschaft der Schussen wieder. Die Ähnlichkeit mit einem Fisch (Weller) zeigt, dass er zu reichem Fischfang verhelfen soll. Die Augen eines Frosches lassen erkennen, dass er vor Feinden und Übelsachern warnen will, denn der Frosch gilt in der Natur als Warner und Mahner. Die Hörner (Fühler) verkörpern sein Dasein als Geist und weisen auf seine Feinfühligkeit hin. Die teilweise Menschlichen Züge (z.B. Zahn) trägt er, weil er gerne die Nähe des Menschen sucht. Die grüne Grundfarbe des Häses wird an den Armen und an den Beinen durch gelbe Flecken, die an einen Lurch erinnern, unterbrochen und das gesamte Oberteil ist durch graue Filzschuppen, abgeleitet vom Fisch bedeckt.
Seit 1996 (40. Jubiläum der Schussengeister) gibt es die Geisternacht, bei der viele andere Geistergruppen aus der ganzen Region anwesend sind. Diese wird jährlich von einer anderen Geistergruppe ausgerichtet.
Doris Walser ist seit 2005 Gruppenmeisterin der Schussengeister.
DER URGEIST
Der sogenannte „Urgeist“ ist eine Einzelfigur und stellt eine Zwischenstufe zwischen Schussengeist und Fischer dar – zur einen Hälfte Mensch, zur anderen Schussengeist.
Letzterer orientiert sich dabei eher am ursprünglichen, älteren Häs, das farblich in Richtung Blau tendiert. Auffällig sind zudem Elemente von Fledermäusen, die in das Erscheinungsbild mit einfließen: Das Häs besitzt beispielsweise „Flügel“ unter den Ärmeln.
Sowohl Häs als auch Maske sind zweigeteilt gestaltet. Einzelne Elemente des Gewands sind von Hand bemalt. Ein zentrales Symbol ist der Mond, der in der Sage der Schussengeister eine bedeutende Rolle spielt – schließlich richteten sich die Fischer früher bei ihrer Arbeit nach dem Mond. Sein Schein, der sich geheimnisvoll auf der Wasseroberfläche
spiegelt, wird sowohl durch die Struktur des Stoffes als auch durch zusätzliche malerische Akzente lebendig dargestellt.
Die Maske ist eine klassische, handgeschnitzte Holzmaske. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf einen freundlichen, wohlwollenden Ausdruck gelegt – ganz im Sinne des Schussengeists, der als guter Geist gilt und den Fischern einst helfend zur Seite stand.